SG Edelweiß Solln 1893 e.V.

Herzlich Willkommen bei der Schützengesellschaft Edelweiß-Solln!

Mit dieser Kurzen Einführung versuchen wir einige häufige Fragen über unseren Sport direkt zu beantworten. Sollten sie weitere Fragen, persönliche Anliegen oder Interesse an einem Probetraining haben, kontaktiern sie uns einfach über

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Aktuell findet unser Trainingsbetrieb regulär (siehe Termine) jeden Freitag Abend von 18:00 bis ca. 21:30 statt. Bei Interesse, können sie gerne einfach  vorbeischauen!

Wir suchen auch immer interessierte Jugendliche (Probetraining NUR in Begleitung einer gesetzlichen Aufsichtsperson!).
Für diese bieten wir auch ein spezielles Jugendtraining (jeden Freitag von 18:00 bis 19:00) mit unseren Jugendleitern an. Diese sind selbst noch junge und aktive Schützen, Teil unserer Wettkampfmanschaft und haben selbst viel Spaß und Erfahrung (auch durch spezielle Jugendleiterlehrgänge) am Schießen und sogar einige persönliche Erfolge auf lokaler und sogar bundesweiter Ebene. Unterstützt werden sie dabei von unseren Schützenmeistern, die die Aufsicht über den Schießstand haben. Natürlich dürfen auch die gerne die Eltern mal probieren! Für den Einstieg bieten wird seit einigen Jahren nun auch ein Lichtgewehr -Trainingssystem an, das komplett ohne Munition oder Pressluft auskommt und daher völlig ungefährlich ist (auch unter dem Mindestalter von 12 Jahren erlaubt).

Des Weiteren findet auch das Schießen mit Auflage bei uns zu immer größerer Popularität. Ab 56 Jahren ("Senioren A") dürfen Luftgewehr und Luftpistole mithilfe eines Auflagebocks geschossen werden. Auch hier bieten wir die entsprechenden Gewehre und Pistolen mit Auflagekeil sowie verschiedene Varianten an höhenverstellbaren Auflageböcken an. 

 


Unser Verein

Auf unserer Anlage wird mit Luftdruckwaffen (Luftgewehr, Luftpistole) sowie teilweise mit dem Zimmerstutzen geschossen. Druckluftwaffen eignen sich aber im Allgemeinen sehr gut für den Einstieg in den Schießsport, zumal Unterhalt und Platzbedarf gering sind und viele Vereine und Wettkämpfe in diesen Disziplinen ausgetragen werden.

Falls sie Interesse an der Geschichte unseres schon über 100 Jahre existierenden Vereines haben, haben wir hier eine Chronik zusammengestellt. 

Unser Vereinsheim ist in der "Sportgaststätte Herterichstubn", Herterichstr. 139, 81476 München, 1. Obergeschoss.


Allgemein zum Schützensport:

Sportschießen (oder auch Schießsport) ist international der sportliche Umgang mit Schusswaffen oder Bogenwaffen (Armbrust, Bogen). Sportliches Schießen bedeutet Schießen nach bestimmten Regeln, die Waffe wird dabei - entgegen ihrer ursprünglichen militärischen und/oder jagdlichen Bedeutung - als Sportgerät verwendet, ähnlich wie der Speer beim Speerwerfen oder der Degen beim Fechten.

Dabei ist hervorzuheben, dass entgegen diverser Berichte in den Medien, "Lust am herumballern" in diesem Sport nichts verloren hat.  In Deutschland ist das Sportschießen streng vom militärischen Schießen abgegrenzt und hat mit „wehrsportlicher Ertüchtigung“ überhaupt nichts gemeinsam (anders als z.B. in Amerika oder der Schweiz). Beim Sportschießen kommt es vor allem auf Konzentration, Ausdauer und Ehrgeiz an, damit jeder einzelne Schuss möglichst die Mitte der Scheibe trifft. Für die "nur" 40 Schuss eines regulären Wettkampfprogrammes stehen einem Schützen dabei 75 Minuten zur verfügung, die nicht selten komplett ausgenutzt werden.

Der Schützensport hat in Europa eine lange Tradition die bis in das 15te Jahrhundert nachweißlich zurückreicht. In Deutschland sorgte vor allem die Widergründung des Deutschen Sportschützenbundes 1951 für einen Aufschwung im Schießsport. Geschossen wird in vielen verschiedenen Disziplinen (Luftgewehr, Luftpistole, Kleinkaliber, Bogen, Armbrust, Trapp, ...) und Altersklassen. Sportschießen ist außerdem bereits seit 1896 (Athen) eine der olympischen Disziplinen und war damit von Anfang an Teil der Olympischen Spiele der Neuzeit.

Das Mindestalter für die Ausübung des Schießsportes mit Luftdruckwaffen liegt bei 12 Jahren, mit kleinkalibrigen Waffen bei 14 Jahren und mit großkalibrigen Waffen bei16 Jahren. Unter bestimmten Auflagen bezüglich der physischen und psychischen Entwicklung der Jugendlichen, können Ausnahmen beantragt werden. In allen Fällen ist eine Einverständniserklärung der Personensorgeberechtigten erforderlich. Das deutsche Waffenrecht, welches durch das „Gesetz zur Neuregelung des Waffenrechts“ (WaffRNezRegG) zum 1. April 2003 grundlegend geändert wurde, regelt ebenfalls die besondere Qualifizierung der Aufsichtspersonen für das Training mit Jugendlichen.

In den Sportstatistiken liegen die Verbände der Sportschützen allerdings mit ihren Mitgliederzahlen seit Jahren regelmäßig auf dem dritten oder vierten Platz, sowohl auf Bundesebene, wie auf Landesebenen und Kreisebenen, hinter dem Fußball, den Turnern und der Leichtathletik. In der öffentlichen Aufmerksamkeit bei Presse, Funk und Fernsehen kommt das jedoch leider nicht zum Tragen, da der Schießsport an sich leider weniger Medienwirksam ist (mit Ausnahme des Biathlon).

Sportschießen fördert an sich neben reiner Konzentration auch die motorischen und koordinativen Fähigkeiten nachweißlich (Studie des Deutschen Schützenbundes von 1998).

 

Grundzüge des Sports

Ziel des Sportschießens ist es, die Mitte einer Schießscheibe, durch Einklang von Körper (statischem Aufbau, und Körperbeherrschung, Anschlagskontrolle und –korrektur, Kondition, …) und Geist (innere Ruhe und Kontrolle von äußeren Einflüssen), zu treffen.

Die dabei auftretenden Belastungen werden oft völlig Unterschätzt. Sportschießen braucht viel Training, sowohl körperliches (Ausdauer, Kraft, Körperbeherrschung und Feinkoordinationsfähigkeit) als auch mentales (Konzentrationsfähigkeit und Selbstkontrolle). Spitzenathleten trainieren dafür bis zu 6 Tage die Woche am Schießstand, im Fitnessstudio und im Kopf.

Der sogenannte “Scheibenspiegel” ist in den meisten Disziplinen eine Anordnung von konzentrischen Ringen bei der das Zentrum ein Punkt mit dem Wert von 10 ist. Die Ringzahlen nehmen dabei nach außen ab. Der Durchmesser und die größer der Scheiben hängt dabei vor allem von der jeweiligen Disziplin und der geschossenen Entfernung ab.

In der Regel werden bei Luftdruckwaffen 20, 30, 40 und 60 Schuss, meist in Serien a 10 Schuss, geschossen, abhängig von der Schießdisziplin und der Altersklasse des jeweiligen Schützen. Zum Einsatz kommen dabei einzelne Zehnerringscheiben, in Wettkämpfen mit dem Luftgewehr kommen seit einiger Zeit fast ausschließlich Scheibenstreifen zum Einsatz, die mit jeweils 10 oder 5 Spiegeln versehen sind. Auf sehr modernen Anlagen, wie wir sie hier im München z.B. in der Olympia Schießanlage bei Garching-Hochbrück haben, kommen inzwischen auch immer mehr elektronische Stände zum Einsatz, die vor allem eine wesentlich schneller Auswertung und Weiterverarbeitung ermöglichen und dem Zuschauer jeden Schuss sofort auf einem Monitor anzeigen.

 

Die Sportgeräte / Waffen

Gewehre und Pistolen werden nach Feuerwaffen und Luftdruckwaffen (besser: „Druckluftwaffen“) unterteilt, je nach der Art, welche Munition verwendet wird.

Auch Luftdruckwaffen fallen  unter das deutsche Waffengesetz, haben aber (sofern unter 7,5 Joule Bewegungsenergie der Geschosse) eine Befreiung von einigen waffenrechtlichen Notwendigkeiten. Seit einigen Jahren werden vermehrt Pressluft- und/oder CO2-Waffen eingesetzt, die dem Schützen das Spannen der Waffe ersparen sollen und zudem zu einer ruhigeren Schussabgabe verhelfen. Außerdem werden auch vermehrt high-tech Materialien für die Herstellung von Luftdruckgewehren verwendet und so immer mehr Gewehre mit Aluminium- Schäften gebaut, die sich fast vollständig auf die Bedürfnisse jedes Schützen einstellen lassen.

Sowohl Luftgewehr als auch Luftpistole, sind für viele der Anfang des sportlichen Schießens. Schießstände für Luftdruckwaffen sind in vielen Orten vorhanden und leicht einzurichten, müssen jedoch von einem offiziellen Schießstand-Sachverständigen abgenommen werden. Anders als bei den „Schießbudengewehren“ z.B. auf dem Oktoberfest, wird bei Luftdruckwaffen nicht mit Kugeln, sondern mit so genannten „Diabolos“ mit 4,5 mm Durchmesser geschossen, die eine geradere Flugbahn und ein sauberes Einschussloch gewährleisten.

Die Auswertung der Schießergebnisse wird heute in der Regel mit elektronischen Auswertemaschinen vorgenommen, die bis auf 1/100 mm genau auswerten können. Insbesondere im Finale größerer Wettkämpfe werden auch die Zehntel eines Ringes zum Ergebnis hinzu addiert. Statt der sonst üblichen „einfachen Zehn“ kann mit einer elektronischen Auswertung bis zu „10,9“ erreicht werden, was einem Schuss entspricht, der im absoluten Mittelpunkt des Ringspiegels liegt.

Im Bereich der Feuerwaffen gibt es eine sehr große Auswahl an Disziplinen, wobei keine militärischen oder polizeilichen Waffen verwendet werden, sondern speziell entwickelte (und sehr teure) Sportwaffen. Als kleinen Auszug aus den Disziplinen kann man hier Kleinkalibergewehre (für Distanzen von 50 oder 100 Metern), Kleinkaliberpistolen, Vorderlader oder auch Traditionswaffen wie den Zimmerstutzen nennen.

 

gefördert von der Landeshauptstadt München